Archiv der Kategorie: Italien 2015

Sentiero della Rupe


Unser letzter wirklicher Ferientag.
In meinem letzten Bericht hatte ich es gar nicht erwähnt: San Marino ist der drittkleinste Staat in Europa und die älteste Repubik der Welt. Was ich aber nicht weiß, ist, wie man die Einwohner von San Marino nennt: Marinesen? Marinoer? Wie auch immer: Wir sind in dem ca. 33.000 Einwohner zählenden Staat nach unserem Frühstück noch etwas rumgewandert. Und zwar mehr, als wir erwartet hatten.

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San Marino


Die Koffer sind gepackt und wir ziehen weiter. San Marino ist das Ziel, aber wir machten noch einen Abstecher über Assisi.

Die Geburtsstadt des heiligen Franziskus von Assisi ist UNESCO Weltkulturerbe. Das Städtchen hat sich touristenfreundlich herausgeputzt bis hin zu Tiefgaragen für die Besucher mit Rolltreppe in die Stadt.

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Nächste Runde Rom


Wieder haben wir uns mit Oliver an der U-Bahn-Station getroffen und haben unsere Tour an der Piazza del Populo begonnen. Mit dem Obelisken in der Mitte und den beiden Zwillingskirchen ergibt sich ein Bild, bei dem man tatsächlich zweimal hinschauen muss. An Silvester wird dort wohl richtig Party gemacht. Wir sind die paar Treppen zum Pincio-Park hochgestiegen: Ein fantastischer Blick über die Stadt und den Vatikan. Der Park ist recht romantisch (insbesondere wohl bei Sonnenuntergang): Das haben neben den Verliebten auch die Rosenverkäufer gemerkt, die mitunter sehr lästig werden können. In dem Park gibt es noch eine Wasseruhr, deren Takt mit Hilfe von Wasserwippen vorgegeben wird.
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Rom kolossal


Von der Subkultur Neotango haben wir uns wieder der großen Kultur zugewandt. Roms Kulturschätze warteten darauf, von uns entdeckt zu werden. Unseren Romführer konnten wir getrost in der Tasche lassen: Silvia und Oliver hatten sich netterweise einen ganzen Tag Zeit genommen, um uns die Stadt zu zeigen. Das war echt edel, diese Privatführung!

Mit der U-Bahn starteten wir die Tour zum Petersplatz. Die Schlange der Wartenden auf die Besichtigung des Vatikans ging einmal um den ganzen Platz. Wie gut, dass wir schon im Vorhinein beschlossen hatten, nicht dort hinein zu gehen.
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Ende des Marathons

Gerade noch rechtzeitig haben wir es zum Frühstück geschafft …

Um 12 Uhr sind wir Neotangomarathoner abgeholt worden. Mittlerweile waren schon einige abgereist, so dass nur noch ein kleines Häuflein an Tangueros übrig war. Mit Kleinbussen fuhren wir zu einer Milonga irgendwo in den Randbezirken Roms. Bevor es aber ans Tanzen ging, sollte gegessen werden. Vor dem Haus standen ein paar Tische: Einer davon war sozusagen die Essensausgabe. Mit italienischem Hang zum Chaos wurden nacheinander Bruschetta, Pasta und Gegrilltes angeboten – das geordnet an den Mann oder die Frau zu bringen ist bei einem hungrigen Volk nicht so einfach…

Drinnen spielte bereits die Musik – schöne Neotangos. Also Schuhe an und aufs Parkett. So wie der Saal langsam voller wurde, so wechselte die Musik zu traditionellerTangomusik. Nach einer Stunde wurde es den Neos langsam langweilig und irgendwie sammelte sich ein nettes Trüppchen (Schweden, Schweiz, Großbritannien, Griechenland, La Reunion und Deutschland) wieder vor dem Haus in der Sonne. Irgendwann kam einer auf die Idee, draußen auch Musik zu machen und zu tanzen. Gesagt, getan: Wir hatten einen Heidenspaß!

Irgendwann wurde es zu kalt und wir sind wieder rein. Zum Schluss der Milonga wurde auch nochmals eine Tanda Neo gespielt. Der DJ verkündete dann den Schluss der Milonga. Eigentlich zur Untermalung zum Abbauen legte er noch Musikstück auf: Sofort haben wir Neos auch darauf getanzt – zur Belohnung haben wir noch ein paar Diskostücke gespielt bekommen und innerhalb von Sekunden die volle Party im Saal gemacht. Sogar ein alter Mann (der hatte bestimmt über 80 Jährchen auf dem Buckel) hat mit uns im Kreis getanzt und mitgeklatscht.

Völlig kaputt von diesem letzten Kraftakt, haben wir uns zur Heimfahrt in die Kleinbusse gesetzt. Im Hotel gab es, neben dem Abendessen, noch etwas Klönschnack -und mit einem Seufzen – endlich liegen – sind wir ratzfatz ins Bett gesunken.

Via Roma


Nach einem Frühstück, das sehr italienisch war, sind wir also los in das kleine Städtchen: Hübsch gegelegen, hat man von der Stadtmauer einen wunderbaren Blick bis zum Meer. Durch einmal mehr charmanten kleinen Gässchen gelangten wir zum Torre des Dorfes. Getreu dem Motto „unser täglich Türmchen gib uns heute“ wollten wir hinauf steigen, aber er war leider geschlossen. So haben wir uns nur die teileweise mittelalterlich herausgeputzten Räume angesehen und sind noch ein wenig durch die engen Gassen gedietschert.
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Pizza auf der Piazza

Ganz sagen wir der Toskana noch nicht Adieu: Ziel ist der südliche Zipfel der Toskana.
Koffer packen, den netten Wirten und dem norwegischen Radlerhaufen tschüß sagen und los.

Auf dem Weg in den Süden haben wir noch San Gimignano „mitgenommen“: Das Manhattan Italiens. Es geht hier um die Skyline – und das kam hier so: Jede Familie, die etwas zu melden hatte, hat einen Turm gebaut (einen „Geschlechterturm“). Also kurz, je größer der Turm, desto mehr hat man (angeblich …) zu melden. Nachdem zeitweise fast bürgerkriegsähnliche Zustände dort geherrscht haben, sind dort ziemlich viele, ziemlich hohe Türme gebaut worden. Daher die Skyline. Nun, im Krieg sind einige davon kaputt gegangen, es ist aber immer noch beeindruckend. Vor allem für Amerikaner und Chinesen … Pizza auf der Piazza weiterlesen

Marmor


Wir haben den Wecker zwar etwas eher klingeln lassen – aber irgendwie sind wir nicht wirklich früher losgekommen.

Livorno sollte die erste Station sein: Der Markt ist als toll beschrieben worden und wir lieben Märkte. Joah, der war auch ganz nett. Genossen haben wir aber vor allem die normale Lebendigkeit – der Tourirummel gestern in Florenz war de facto zu viel. Hier die Leute beim Anpreisen und Kaufen der Waren zu beobachten war – ja – erholsam.

Ein Viertel in Livorno ist von Kanälen durchzogen: Nach dem Markt sind wir dort auch noch durchgeschlendert. Selbst in einer Kirche sind wir noch gewesen: Schön, ja, aber der overflow von gestern hat – mindestens mich – innerlich abblocken lassen.
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