Ende des Marathons

Gerade noch rechtzeitig haben wir es zum Frühstück geschafft …

Um 12 Uhr sind wir Neotangomarathoner abgeholt worden. Mittlerweile waren schon einige abgereist, so dass nur noch ein kleines Häuflein an Tangueros übrig war. Mit Kleinbussen fuhren wir zu einer Milonga irgendwo in den Randbezirken Roms. Bevor es aber ans Tanzen ging, sollte gegessen werden. Vor dem Haus standen ein paar Tische: Einer davon war sozusagen die Essensausgabe. Mit italienischem Hang zum Chaos wurden nacheinander Bruschetta, Pasta und Gegrilltes angeboten – das geordnet an den Mann oder die Frau zu bringen ist bei einem hungrigen Volk nicht so einfach…

Drinnen spielte bereits die Musik – schöne Neotangos. Also Schuhe an und aufs Parkett. So wie der Saal langsam voller wurde, so wechselte die Musik zu traditionellerTangomusik. Nach einer Stunde wurde es den Neos langsam langweilig und irgendwie sammelte sich ein nettes Trüppchen (Schweden, Schweiz, Großbritannien, Griechenland, La Reunion und Deutschland) wieder vor dem Haus in der Sonne. Irgendwann kam einer auf die Idee, draußen auch Musik zu machen und zu tanzen. Gesagt, getan: Wir hatten einen Heidenspaß!

Irgendwann wurde es zu kalt und wir sind wieder rein. Zum Schluss der Milonga wurde auch nochmals eine Tanda Neo gespielt. Der DJ verkündete dann den Schluss der Milonga. Eigentlich zur Untermalung zum Abbauen legte er noch Musikstück auf: Sofort haben wir Neos auch darauf getanzt – zur Belohnung haben wir noch ein paar Diskostücke gespielt bekommen und innerhalb von Sekunden die volle Party im Saal gemacht. Sogar ein alter Mann (der hatte bestimmt über 80 Jährchen auf dem Buckel) hat mit uns im Kreis getanzt und mitgeklatscht.

Völlig kaputt von diesem letzten Kraftakt, haben wir uns zur Heimfahrt in die Kleinbusse gesetzt. Im Hotel gab es, neben dem Abendessen, noch etwas Klönschnack -und mit einem Seufzen – endlich liegen – sind wir ratzfatz ins Bett gesunken.