9. Tag – Alishan: Giganten

Über eine kurvige Bergstrecke haben wir Alishan erreicht. Lange Zeit sind wir an einem gewaltigen ausgetrockneten Flussbett entlang gefahren. Zwar floss gerade nur ein Bächlein hinunter, aber die großen Flusssteine zeugen davon, mit welcher Kraft und Wucht das Wasser herabrauschen kann. Bagger haben an verschiedenen Stellen Kiesel herausgeholt: Es wird sicherlich als Baumaterial verwendet. Und seitlich gab es immer wieder kleine Felder, die es vermutlich bei der nächsten Flutung wegschwemmt. Irgendwann sind wir abgebogen und der Bus kletterte tapfer in vielen Kurven auf einen Pass in 2600 Metern Höhe. Steil fallen die Berghänge ab und sind an vielen Stellen abrutschgefährdet. Es gibt viele Straßenüberbauungen und Hangabsicherungen, damit die Straße nicht verschüttet wird.

Alishan ist eigentlich ein Naturpark: Als wir ankamen, haben wir als Erstes unser Gepäck am Hotel abgegeben. Dann sind wir direkt los. Holla, ich habe den schnellen Höhenwechsel gründlich gemerkt – also mal langsam gelaufen…

Im Park sind viele Holzpfade und Steinwege angelegt: Hauptattraktion sind die riesigen Zedern – uralt und mächtig stehen sie da. Die längste ist über 40 Meter hoch, die Älteste über 2000 Jahre. Viele der Giganten sind über 900 Jahre: Sehr beeindruckend! Die dicken Wurzeln regten unsere Phantasie an und stellenweise war es ein echter Zauberwald, den wir durchwandert haben.

Eine weitere Attraktion des Parks sind die japanischen Kirschen: Die Blüten gehen gerade auf – das sieht sehr hübsch aus. Auch Calla, Kamelien, Azaleen und Magnolien zeigten bereits ihre Blüten. Und es gibt eine Schmalspurbahn, die zu den Attraktionen im Park, aber auch hinunter ins Tal fährt: Die haben wir zwar gesehen, sind aber nicht damit gefahren. Das wollen wir morgen machen, allerdings müssen wir gleich das erste Stück mit dem Bus überbrücken, weil die Strecke noch nicht wieder repariert ist nach einem wirbelsturmbedingten Erdrutsch vor ein paar Jahren. Bei einer kurzen Pause haben wir uns sehr nett mit 3 taiwanischen Frauen geplaudert: Die Verständigung klappt auf Englisch überall recht gut.

Den ganzen Nachmittag haben wir den Park treppauf, treppab durchstreift: Mit gutem Hunger haben wir uns ein Restaurant gesucht. Dieses Mal hatten wir Hotpot, eine Art chinesisches Fondue, aber das war dieses Mal sehr langweilig gewürzt. Das kennen wir besser. Wir hatten noch ein paar Kleinigkeiten dazu, insofern sind wir satt geworden. Mittlerweile war es ordentlich kühl geworden, so sind wir schnell zum Hotel zurückgelaufen.

Ein Kommentar zu „9. Tag – Alishan: Giganten“

  1. Moin!
    Danke für die Bilder von der Shay Lok.
    Stammen aus den USA, gebaut von Baldwin.
    Steht bei mir in 1:20 ….

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