7. Tag – Ninh Binh

Ortswechsel: Nach rund drei Stunden Fahrt hatten wir unser neues Domizil erreicht. Lage: So ungefähr Aukrug – Bünzen – Bünzerfeld – Außenposten davon. Aber sehr nett: Wir bewohnen die Hälfte eines Häuschens mit schöner Aussicht auf eine Gartenanlage.

Die Ausläufer des Taifuns spüren wir heute: Es ist windig, deutlich kühler und es regnet immer wieder. Aber davon haben wir uns nicht abschrecken lassen und sind die gut 4 Kilometer Richtung Ninh Binh gelaufen.

Dabei sind wir an einem See vorbeigekommen: Über Pontons und Brücken gelangte man an Tempelanlagen. Das war sehr hübsch – nur der einsetzende Regen war nicht nett. Wir sind aber weiter ganz tapfer Richtung Stadt marschiert. Die Stadt feiert gerade ihr 10jähriges Unesco-Weltkulturerbe Tranh An (da hatten wir ja die Tour vor ein paar Tagen gemacht). Die Innenstadt war über und über mit Lampions bestückt – als es dunkel wurde, leuchtete es überall wunderschön.

Auch heute hatten wir viele Frauen beobachtet, die in ihren Ao Dais unterwegs waren und immer so elegant sind. Ao Dais bestehen aus einer luftigen Hose und einem längeren Überkleid. Es ist an den Seiten geschlitzt und auf Maß genäht. Es gibt sie in vielen Varianten: Mal sehr edel mit Stickereien, mal ganz schlicht, mit langen oder kurzen Ärmeln. Sie werden genauso im Alltag getragen, wie auch zu besonderen Gelegenheiten.

Sönke meinte schon sehr lange vor unserer Reise, dass mir so ein Ao Dai auch sehr gut stehen würde. Das haben wir heute ausprobiert: Ende vom Lied ist, dass wir morgen meinen (schlichteren) Ao Dai von der Schneiderin abholen können. Ich war erst ein wenig skeptisch gewesen, so von wegen ein Folklorestück im Schrank verstauben lassen, aber das kann ich mir im Sommer sehr gut vorstellen, das zu tragen. Jedenfalls freue mich über diesen Kauf.

Nach einer kleinen Runde durch die Stadt haben uns Hunger und Regen in ein Restaurant getrieben. Wir wurden gefragt, ob wir das essen wollten, was hier alle essen: Wir lieben ja authentisches Essen, also ja. Nacheinander wurden uns nun Gurkenschnitze, gebratene Hähnchenflügel und -füße, Pok Choi-Gemüse und Reis serviert. Dann kam je ein halbes Hähnchen und zum Schluß noch eine Suppe mit Glasnudeln und den Innereien. Sag mal einer, dass das keine ganzheitliche Verwertung ist.

Also: Vor Hühnerfüßen habe ich mich bisher immer gedrückt – und bislang nichts verpasst. Ist ja auch nichts dran. Tatsächlich hat mir das Pok Choi – Gemüse, das ich sonst eher so etwas langweilig finde, am besten geschmeckt. Da war Knoblauch und Ingwer dran – das passt sehr gut!

Zurücklaufen wollten wir im Dunkeln und bei dem Regen nicht, also haben wir uns ein Taxi zurück genommen.

Hoffentlich wird das Wetter morgen einigermaßen: Wir würden gerne etwas mit dem Moped durch die Gegend fahren.

Ein Gedanke zu „7. Tag – Ninh Binh“

  1. Hallo ihr Lieben,
    Danke, dass ich so mit euch reisen konnte/ kann.
    Sehr beeindruckende Bilder.
    Ich wünsche euch noch eine traumhafte Zeit.
    Liebe Grüße vom Sofa
    Wiebke

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