19 – Tokio – Tag 2

Silja hatte einmal mehr ein feines Frühstückslokal ausgesucht, aber die Warteschlange war uns definitiv zu lang. Also sind wir weiter zu einem Bäcker, der zwar leckere Teilchen feilbot, aber keinen Kaffee. Also habe wir uns in einen nahen Park gesetzt und ohne Kaffee gefrühstück – da muss man mal flexibel sein!

Anschließend sind wir zu einem Messergeschäft, das in einem ehemaligen Marktviertel untergebracht ist. Dort haben wir zwei Messer geholt. Schon beeinddruckend, was die für ein Sortiment haben!

Gleich danach haben wir die tägliche Kaffeedosis noch nachgeholt: An einem Stand, der eigentlich mit Pfeffer gehandelt hat. Lustige Kombi mit einem lustigen Schnacker: Aber der Kaffee war fein. Ich mochte es sehr, durch dieses Markviertel mit sehr vielen Fisch- und Sushigeschäften zu laufen. Auch Haushaltsgeräte und hübsche Schälchen, Stäbchen-Bänke (analog zu unseren Messerbänkchen, aber in sehr viel kreativererer Form) und vieles mehr wurde angeboten.

Wir sind dann zum Tokio-Tower rübergefahren: Einem Nachbau des Eiffelturms, nur höher und leichter – man ist ja technisch schon weiter … Aber Original bleibt Original! Wir hatten aber auch von diesem Turm schöne Ausblicke.

Eigentlich wollten wir ein Kunstmuseum besuchen, aber hätten warten müssen: Also haben wir das auf morgen vertagt und sind weiter zum Museum of Narratives. Das ist gerade erst eröffnet worden und ein ganz tolles Gebäude von der Form und von der Begrünung. Aber das Ausstellungskonzept haben wir nicht so ganz verstanden. Es soll wohl eher ein Begegnungs- und Meetingzentrum werden. Für mich spannend war allerdings eine Ausstellung bei der auch die Entwicklung des Brandings des Museums gezeigt wurde.

Dann wollten wir unbedingt noch ein „running Sushi“ mitmachen: Überhaupt sind die Japaner in dem Bereich superfortschrittlich. Also: An einer elektronischen Rezeption haben wir uns angemeldet und einen Tisch zugewiesen bekommen. Dort haben wir uns dann hingesetzt und hatten einen ganz großen interaktiven Monitor, wo wir die Speisekarte durchklicken konnten und unsere Bestellung aufgeben. Nach ein paar Minütchen kamen auf einem Band mit „Weichen“ die Sushitellerchen angefahren und sogar auch unsere Getränke. Zum Schluss haben wir die Rechnung angefordert, sind zum Ausgang gegangen und haben dort am Automaten bezahlt. Supereinfach zu bedienen, superwenig Personal, superschnelle Lieferung des Essens und gut geschmeckt hat es auch.

Während Silja zurück zur Unterkunft ist, haben Sönke und ich ein „Pflichtprogramm“ erledigt: Wir sind zum Kodokan, der Geburtstätte des Judo. Das Museum hatte schon geschlossen, aber wir haben eine ganze Weile dem Training im Hauptdojo zugesehen – das war schon interessant. Und es hatte schon was, im Dojo den leeren Stuhl von Jigoro Kano zu sehen.

Wir hatten genug für heute und sind ebenfalls zurück zur Unterkunft: Mittlerweile hatten wir eine Tsunami-Warnung über das auswärtige Amt erhalten – aber es betrifft den Norden Japans. Die Erschütterungen des Seebebens solten auch in Tokio zu spüren gewesen sein, aber wir haben nichts gespürt.

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