15. Tag – In die Berge nach Kalaw


Wir haben Bagan wieder verlassen: Ein Transporter sammelte uns am Hotel ein. Die Rucksäcke wurden aufs Dach gehievt und vertäut. Mit ein paar weiteren Haltestationen, bei denen Mensch und diverse Güter ein- bzw aufgeladen wurden, war der Bus dann gut gefüllt. Zwei Fahrer wechselten sich auf der Fahrt ab: Der eine fuhr und der andere hatte seinen Platz beim Gepäck auf dem Dach.

Auf der Fahrt konnte man die Leute in ihrem Alltag gut beobachten: Viel ist noch einfache Handarbeit. Frauen, beim Wäsche waschen im Fluß, Männer, die mit dem Ochsenkarren auf dem Feld arbeiteten und das Härteste finde ich die Straßenarbeiter.
Männer und Frauen gleichermaßen schleppen in kleinen Körben dicke Schottersteine und legen den Unterbau für die Straße. Einzig eine Walze kommt als technisches Hilfsmittel zu Einsatz, die den Schotter zusammendrückt. Eine Schicht kleiner Steine kommt wiederum per kleiner Körbe obendrauf, während am Rand der Teer in Fässern kocht. Was eine Knochenarbeit – zumal in der Hitze!

Tja, Thema Müll: Es liegt schon viel Abfall, insbesondere Plastik, an den Straßenrändern. Aber vor den Häusern wird mit einer Ausdauer der Sand von Blättern und Unrat befreit, das würde jeder schwäbischen Hausfrau zur Ehre gereichen!

Erst ging unsere Fahrt duch steppige Landschaft: Trocken, trocken, trocken. Dann quälte sich unser Transporter die Berge hoch: Kalaw liegt auf 1400m Höhe – was sich auch gleich in angenehmerer Temperatur bemerkbar macht.

In unserer neuen Unterkunft angekommen, bezogen wir unsere Bungalows, die sehr charmant ausgestattet sind. Danach sind wir noch einmal den Hügel runter ins Dorf und durch den Markt gestreift (und ein paar Probiererle zur Vorspeise genommen) und haben noch die nächsten Tage klar gemacht. Sönke und ich machen morgen eine kleine Trekkingtour zu einigen Bergdörfern und Kevin macht eine zweitätige Tour zum Inle-See: Dort treffen wir uns wieder. Wir haben uns im Hotel bekochen lassen – legga!