11. Tag – Geldsuche


Als wir uns heute morgen auf den Weg machten, ahnten wir noch nicht, dass wir fast alle Geldautomaten der Stadt kennenlernen sollten. Einen nach dem anderen haben wir abgeklappert, jedes Mal mit brav anstehen. „Wer ist der Letzte?“ fragte man – „Ich!“ kam die Antwort auch mal von der anderen Straßenseite (wegen des Schattens). Alles geregelt so.

Irgendwann sind wir in eine Bank rein und wollten am Schalter Geld abheben. Das kostet zwar etwas, aber da müssen wir halt durch. Das geht aber nur, wenn man den Reisepass im Original dabei hat. Wir hatten nur Kopien dabei, also haben wir wieder die Hälfte der Stadt durchquert und die Pässe geholt. Und wieder zur Bank zurück: Endlich hat es geklappt!

Eigentlich wollten wir mit der Fähre auf die andere Seite der Bucht zu einem Fort, aber die Fähre sollte erst in einer halben Stunde fahren. So haben wir kurz noch unseren Internetkram erledigt und sind dann zum Ableger. Wir haben bezahlt und haben leider erst dann gesehen, dass die Fähre, auf 150 Leute ausgelegt, bestimmt schon 300 Leute engstens gepfercht geladen hatte. Da auf der einen Seite keine Leute mehr einsteigen konnten, wurde kurz abgelegt, einmal gedreht, wieder angelegt und die Stopferei ging weiter. Da haben wir gestreikt! Unser Geld haben wir nicht zurückbekommen, sondern können nur hoffen, dass der Bootsmensch uns morgen tatsächlich wiedererkennt. Da ist zum einen Samstag und zum anderen wollen wir zu einer weniger frequentierten Zeit fahren. Fortsetzung folgt also.

Mit einem Schlenker zu einem Gelände, auf dem vier Uralt-Lokomotiven vor sich hinrosten, sind wir in die Innenstadt zurück, haben eine kleine Snack- und Trinkpause eingelegt und dann beschlossen, den Malecón hinunterzulaufen ins Stadtviertel Punta Gorda. Dort gibt es ein ganz altes Haus in maurischem Stil (Palacio del Valle): Das sieht wirklich ganz hübsch aus. Auf der Dachterrasse haben wir Drink und frischen Wind genossen. Danach sind wir noch zu einem kleinen Park – und das war es eigentlich schon. Brav sind wir zurücgelaufen und haben der Versuchung widerstanden, Bus oder Taxi zu nehmen. Wir haben jetzt zwar Blasen an den Füßen, aber alles was nicht tötet…

Ich habe bei Sönke eine Zecke entdeckt (vermutlich ein Überbleisel unserer Radtour): Leider hatte ich keine Zeckenkarte dabei, aber aus einem Tablettenbriefchen habe ich eine gebastelt und Sönke 1a operiert. Is schon ein Armer …

Ein Gedanke zu „11. Tag – Geldsuche“

  1. Hej von der Küste!
    Der Dampfer ist eine Baldwin Consolidation – ein 1000fach gebauter Standardtyp in 2 und 3 Fuß Spurweite. Und: Steht im Maßstab 1:20,3 bei mir im Regal.

    viele Grüße und Danke für den Blog, dirk

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