6 – Takayama und Zugverspätungen

Heute Morgen war es ziemlich frisch, als wir vor der Tür getreten sind und außerdem hat es auch noch leicht geregnet. Aber gut ausgestattet mit unseren Regenjacken sind wir dann doch losgezogen in die Altstadt von Takayama.

Eigentlich hatten wir nach einem Markt gesucht, aber ein richtiger Markt war es dann doch eher nicht, sondern sehr viele Touristenläden, die in den in der eigentlich ja ganz hübschen Altstadt untergebracht waren. Leider war es ziemlich überlaufen, trotzdem war es doch mal ganz nett, so durch diese kleinen Läden zu stöbern. Und außerdem hat es auch kleine Bächle gegeben wie in Freiburg, das fand ich dann doch sehr nett.

Wir sind an ein restauriertes historisches Regierungsgebäude mit japanischem Garten einfach rangelaufen, das Takayama Jin-ya. Das war ganz interessant, mal auch nicht nur Wohnhäuser von innen zu sehen, sondern eben auch mal ein Regierungsgebäude, das wirklich sehr groß war und weitläufig. Interessant auch zu sehen, wie die Regierung gearbeitet hat mit Empfangszimmern für unterschiedliche Gruppen, streng hierarchisch getrennt. Wir haben auch Strohbehältnisse gesehen, in denen Reis abgegeben worden ist als Steuer. Sehr viele Holzschindeln waren dort gestapelt waren: Vermutlich auch als Steuerzahlung, denn die Gegend war schon interessant für die Regierung, gerade weil es eben sehr viele Wälder in der Gegend gab. Auch ein sehr, sehr schöner japanischer Garten war mitten drin. Ja, die Regierungsbeamten haben es sich dort auch recht hübsch gemacht so neben der Arbeit.

Dann hatte Silja noch einen sehr hübschen Spazierweg entdeckt. Der ging nicht durch die Innenstadt, sondern eher so ein bisschen weiter außen am Stadtrand entlang, wo einige Tempel fast wie Perlen auf der Reihe angesiedelt waren.

Wir sind dann diese Route abgelaufen und haben uns diese kleinen Tempel angeguckt, auch viel mit hübsch gestalteten Gärten. Und ich mag ja diese Steinsetzungen total gerne.

Sehr erfreulich bei dem Rundweg war auch, dass er nicht so überlaufen war wie die Altstadt mit diesen kleinen Geschäften. Wir konnten dort wirklich sehr schön und entspannt spazieren gehen. Wir haben dann aber beschlossen, nicht den ganzen Weg zu machen, damit wir dann rechtzeitig wieder zurück sind, um unser Gepäck einzusammeln und zum Bahnhof zu gehen. Bevor wir aber zurück zum Hotel sind, haben wir uns Hida Sushi gegönnt. Hida ist hier die Gegend und da gibt es besondere Rinder, so ähnlich wie die Kobe-Rinder.

Das Fleisch ist sehr, sehr gut und da gibt es auch Sushi davon. Das haben wir probiert und das war auch sehr lecker. Wir haben es übrigens auch zeitlich ganz gut getroffen, denn in Zeit der, als wir in dem Restaurant waren, hat es ganz ordentlich geregnet und uns ist der größte Guss erspart geblieben.

Wir sind nach unserem Sushi-Snack zurück zum Hotel, haben dort unsere Rucksäcke wieder auf den Rücken gepackt, sind zum Bahnhof und in den Zug gestiegen, der uns durch die schöne Strecke durch das Hida-Tal nach Nagoya gebracht hat.

In Nagoya haben wir allerdings festgestellt, dass es ein größeres Problem beim Shinkansen gegeben hat und deshalb dieses ganze Shinkansen-Netzwerk komplett durcheinander war. Es gibt also auch Zugverspätungen in Japan: Aber sie sind die seltene Ausnahme. Wir sind dann trotzdem ganz gut durchgekommen: Erst mit einem Shinkansen nach Osaka und von dort aus umgestiegen in einen Shinkansen nach Hiroshima. Mit ein paar kleinen lokalen Bahnen sind wir dann auch in unserer „Ferienwohnung“ angekommen. Wir waren noch kurz einkaufen im Supermarkt und haben eine Kleinigkeit zum Abendessen geholt. Ja, und das war es dann auch für heute.

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