4 – Nagano – Toyama – Takayama: Über die Küste in die Berge

Aus unserem Sardinenbüchsenzimmer haben wir ausgecheckt und sind mit dem Shinkansen zunächst nach Toyama gefahren. Wir haben uns gedacht, wenn wir schon mal da sind, dann können wir uns auch hier etwas umschauen, bevor wir weiterfahren.

In Toyama gibt es ein Glasmuseum: Schon vom Gebäude her sah es interessant aus, also sind wir mit der Tram dorthin gefahren. Im Eingangsbereich gab es eine riesengroße Holzkugelbahn: Ich fand die megaknuffig!


Wir haben uns die Tickets für das Museum gekauft und sind mit Rolltreppen in den 6. Stock gefahren: Auch von innen ein tolles Gebäude mit ganz viel Holz. Neben dem Museum ist dort auch noch eine Bibliothek untergebracht.


Oben angelangt sind wir durch die ersten Ausstellungsräume gelaufen mit Glasobjekten von Dale Chihuly. Eindrucksvoll und so schön!


Ein Stockwerk tiefer wurden Bilder von Kindern ausgestellt, die bestimmte Techniken zu bestimmten Themen künstlerisch umgesetzt haben: Wir hatten viel Spaß, als wir die Bilder angeschaut haben. Und eigentlich ist das doch klasse, wenn auch Kinderkunst einmal in Szene gesetzt wird!


In den beiden Stockwerken darunter gab es europäische Glaskunst zu sehen: Ja, von den Techniken her bestimmt toll, aber vielleicht haben wir das schon zu oft gesehen – hat uns nicht so gecatcht.


In der letzten Ausstellungsetage waren nochmals moderne Objekte: Da waren wieder ganz tolle farbintensive, ausdrucksstarke Objekte, die uns sehr gefallen haben.

Den Weg zurück zum Bahnhof sind wir gelaufen: Vorbei an der Stadtburg und dem hübschen Stadtpark mit japanischem Garten. Und auch dort ist die Kirschblüte (Sakura) in voller Pracht zu sehen, insbesondere auch entlang eines Kanals durch die Stadt. So viele blühende japanische Kirschbäume: Da kann man schon sehr gut verstehen, warum die Japaner in kollektive Extase verfallen – das sieht einfach wunderschön aus!


Wir waren hungrig und sind in ein etwas verstecktes Restaurant eingekehrt: Dort gab es so eine Art japanische Tapas. Nachdem Toyama am Meer liegt, natürlich auch mit vielen Meeresfrüchten. Es war sehr lecker!

Dann sind wir zum Bahnhof zurück und haben uns an der Info die nächste Zugverbindung nach Takayama geben lassen. Wir hatten herausgefunden, dass die Verbindung wohl unterbrochen ist, aber doch irgendwie nicht für alle Züge. Wir haben dann die Auskunft erhalten, dass wir erst mit einem lokalen Zug, dann mit einem Bus als Schienenersatzverkehr und dann wieder in einen Zug einsteigen sollten. Aber mit Tickets kaufen und Rucksäcke aus dem Schließfach holen waren wir um wenige Minuten zu langsam: Wir mussten eine ganze Weile auf den nächsten Zug warten … Sind Verspätungen vielleicht doch manchmal nicht schlecht?


Aber ansonsten hat alles super geklappt: Sehr serviceorientiert sind wir überallhin geleitet worden. Die Fahrt mit dem lokalen Bummelzug durch ein Tal mit einem zeitweise echt reißenden Fluss war auch schön.

Für das Abendessen hatten wir uns ein ganz kleines Restaurant ausgesucht wo es Hida-Rind gab: So ähnlich wie Kobe-Rind. Lecker – und für abends nicht zu viel.

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