Jesko sammelte uns heute morgen zum Frühstück ein: Vielleicht 200 Meter vom Hotel entfernt war ein kleines Straßenlokal. Dort bestellte Jesko eine ganze Runde Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen: Mit Ei, mit Fleisch, mit Gemüse, mit Thunfisch.
Perfekt gestärkt für den Tag sind wir erst zur Main Station gelaufen und haben uns für morgen ein Auto reserviert. Von dort aus sind wir zur Dihua-Straße: Sie liegt in einem Viertel, in dem es vor allem noch die alten Kräutergeschäfte für die chinesischen Medizin gibt. Dicke Säcke mit getrockneten Pilzen und allerlei undefinierbare Ingredienzien wurden feil geboten.
Wir standen gerade auf einem Platz, da kam ein ganz kleiner Junge zu uns und fing bitterlich an zu weinen: Er hatte seinen Papa verloren. Wir schauten uns nach dem Papa um, konnten aber erst niemanden sehen. Die Leute aus einem Café schauten auch schon ganz interessiert zu uns rüber. Gott sei Dank kam der Papa dann und konnte seinen Bub wieder erleichert in die Arme schließen.
Nur noch kurz sind wir durch das Viertel bis hinunter zum Fluß geschlendert, dann sind wir rüber zur U-Bahn. Mit einmal in den Bus umsteigen hatten wir das nationale Palastmuseum erreicht. Dort gibt es eine riesige Ausstellung mit alter chinesischer Kunst zu sehen. Erst einmal ist die ganze Anlage schon von außen beeindruckend. Und die zusammengetragene Sammlung erst recht: Figuren aus Bronze, Porzellan- und Töpferwaren, feinstes Schnitzwerk aus Holz, Elfenbein und Jade, wunderschöne Zeichnungen, Metallgefäße aus dem 13. Jahrhundert vor Christus und vieles mehr. Es war reichlich anstrengend so langsam durch die Säle zu gehen und die Erklärungen auf englisch zu lesen. Aber das war schon wirklich große Klasse!
Vom Museum aus sind wir rübergefahren zu zwei Tempeln: Dem Baoan Tempel und dem Konfuzius Tempel. Ersterer war prächtig anzusehen mit Drachen- und Phönixfiguren auf den Dächern. Daneben waren oft kleinere Szenen mit kleineren Figürchen dargestellt: Die sehen so nett aus. Eine kleine, alte Frau sprach Jesko an und nach kurzem Gespräch führte sie uns zu einem Aufzug hinter dem Gebäude. Als wir aus dem Aufzug traten standen wir auf einer Terasse: Zum einen hatten wir einen tollen Bick auf das Dach des Tempels. Und zum anderen war dort oben noch ein weiterer, sehr prunkvoller Tempelbereich. Papst Franziskus hatte in diesem Kloster zum ersten Mal den Führer der Taoisten besucht. Wir sind noch rüber in den Konfuzius-Temepl, aber der war deutlich schlichter.
Wir haben beschlossen, dass nun der Kultur genug sei und sind noch in ein japanisches Lokal zum Ramen essen. Unsere 16.000 Schritte haben wir für heute bestimmt getan!








