Zack, schon ist er wieder da: Unser letzter ganzer Reisetag. Wir sind von Valladolid aufgebrochen nach Cancun: Von dort werden wir morgen zurückfliegen.
Das Hotel hatten wir bereits von zuhause vorgebucht, damit wir nicht in Huddel geraten. Vom Hotel aus haben wir hopplahopp unsere letzte Tour gebucht und sind ins Taxi gehüpft, um rechtzeitig da zu sein. Vor der Küste Cancuns gibt es einen Nationalpark in dem man nicht nur schnorcheln kann. Das Besondere sind Unterwasser-Skulturen des Künstlers Jason deCaires Taylor, die man dabei wie in einem Unterwassermuseum ansehen kann. Das ist der coole Teil.
Der nicht so coole Teil ist, dass zum einen rundum betreute Schnorcheltouren dahin angeboten werden. Und zum anderen war spring break: Da fallen die amerikanischen Studenten ein und machen Malle Konkurrenz.
Wir kamen also an Aquaworld an: Da wurde alles, was Wassersport betrifft angeboten – auf künstlicher Welle surfen, mit kleinen Speedbooten fahren, parasailing, flyboard, Glasboot, tauchen, schorcheln, … – mit entsprechendem Publikum. Mit einem Boot wurden wir über die Lagune, durch die Mangroven zum Riff gebracht. An Bord waren Partystudenten, Familien, ein paar sonstige Touris und wir. Kaum war der Motor angeschmissen, wurden aus dem bordeigenen Zapfhahn ein Becher Bier nach dem anderen ausgeschenkt. Schnorcheln und Bier trinken? Für uns ein no go!
Die Schnorchler wurden auf einer fest verankerten Plattform ausgeladen und in Gruppen eingeteilt. Wir waren in der Gruppe drei mit nur sechs Leuten – die anderen waren wesentlich mehr. Mit uns war eine amerikanische Familie, bei der die ca. zwölfjährige Tochter schon vorher Schiss hatte, weil sie noch nie geschnorchelt hatte. Im Wasser gestand die Mutter dann irgendwann, dass sie ein Problem mit dem Schnorcheln hat, weil sie Asthma hat. Mal ganz ehrlich: Wer schickt sein Kind ins Meer mit Strömung und Wellen und unbekannten Pflanzen und Tieren zum allerersten Schnorchelgang, wenn er nicht selber tausendprozentig sicher ist damit? Die Kehrseite der betreuten Touren – alles scheint möglich.
Wir mussten übrigens alle Schwimmwesten anziehen, was bei uns Dreien als sichere Schwimmer und Schnorchler mächtiges Kopfschütteln und Proteste auslöste. Im Nachhinein verstehen wir es: Manchmal musste man so flach über die Korallen schwimmen, so dass wir kaum einen Flossenschlag gewagt haben, um nichts zu zerstören. Warum müssen über so ein Gebiet solche „Barbarenhorden“ geschleust werden? Völliges Unverständnis meinerseits!
Aber kommen wir zu den schönen Dingen: Wir haben wieder unglaublich viele schöne Fische gesehen – Barracudas, einen riesengroßen grünen Glitzermonsterfisch (kurz: wir wissen nicht wie er heißt, aber er hatte schon einen Meter), einen Stingray, große Seeigel, kleine Quallen, ein Knutschmundfisch und Papageienfische. Okay, wir sollten uns vielleicht mal mehr mit Meeresfischen beschäftigen – die Bildungslücke ist notiert. Und auch wieder viele wunderschöne Korallen aller Art. Und dazu die Skulpturen: Die hatten echt was! Während die meisten nach dem Rundschnorchelgang über das Riff und die Skulpturen wieder auf die Plattform sind, blieben wir drei und wenige andere noch im Wasser. Fast eine ganze Stunde waren wir im Wasser: Huh – danach war ich ganz schön platt und habe sehr gerne Süßwasser getrunken.
Nachdem wir die nassen Schwimmsachen ins Hotel gehängt hatten, sind wir in ein wunderbares Restaurant gegangen – Urlaubsabschiedsessen. Und es war oberlecker: Sönke hat seine Aussage bezüglich mexikanischem Essen gründlich revidiert.
Ja – Reisefazit:
Besonders gut gefallen haben uns vor allem die Natursachen – schnorcheln, Urwald, Schluchten, Höhlen, Vulkane, Tiere. Und wir haben viel über die Kultur der Mayas gelernt – das war wirklich sehr interessant. Und nachdenklich haben mich die hiesige Produktion und die Arbeitsbedingungen zur Herstellung unserer Konsumgüter gemacht.
Superblöd fanden wir natürlich den Verlust unserer Elektronik, bei der wir natürlich nicht unschuldig waren – okay ein Pad und eine GoPro weniger, dafür um Reiseerfahrung reicher. Negativ stießen uns noch der einzige Taxifahrer, der uns bescheißen wollte und das Partyvolk heute auf.
Und: Es geht nichts über eine ordentliche Kamera mit Sucher! Ich habe es gehasst, aufgrund ungünstiger Lichtverhältnisse meine Bildausschnitte nicht sauber auswählen bzw. über das Objektiv nicht exakt zoomen zu können. Dafür konnte ich Unterwasseraufnahmen machen – ausbaufähig …
Morgen geht unser Flieger Richtung Heimat (Cancun – Atlanta – Amsterdam – Hamburg bzw. Hannover) – dann noch etwas den zu erwartenden Jetlag verarbeiten, bevor wir am Montag an unsere Schreibtische zurückkehren. Und beginnen, von neuen Zielen zu träumen. Nach dem Urlaub ist schließlich vor dem Urlaub 😉 …






Hej, ihr Lieben!
Danke, dass ich auf eurer Tour dabei sein durfte.
lg, dirk
Aber gerne doch! Herzliche Grüße zurück, Elke
Das schreit ja nach einem Besuch im El Sombrero Verde!
Ist eine gute Idee!!!