27. Tag – Unsere Badehöhle


Nachdem ich Silja in ihrem Dorm gefunden und aus dem Land der Träume geholt hatte, starteten wir nach dem Frühstück zu zwei nebeneinanderliegenden Cenotes (X’Kekén und Samulá) ein paar Kilometer entfernt von Valladolid.

Wir wurden in die erste Höhle geführt: Das sieht zauberhaft aus! Oben ein Loch in der Höhlendecke durch den der Lichtstrahl auf das glasklare Wasser fällt. Zum Teil wachsen Luftwurzeln durch das Loch und große Stalagtiten wachsen von der Decke. Fledermäuse huschen durch die Luft und kleine Fische schwimmen im Wasser.

Dann sind wir in die zweite Höhle geführt worden – auch wunderschön! Die Badeklamotten hatten wir schon drunter – nichts wie rein ins Wasser. Wir hatten die Höhle ganz für uns – wir haben die Ruhe und die Umgebung in vollen Zügen genossen. Oh und eine Pediküre haben wir von den kleinen Fischen auch bekommen. Nach einer ganzen Weile kamen noch mehr Besucher und wir sind aus dem Wasser.

Zurück in der Stadt haben wir direkt den Bus zum 2 1/2 h entfernten Mérida genommen: Eine Kolonialstadt. Als wir vom Busterminal in die Stadt gelaufen sind, stach die Sonne wieder richtig vom Himmel. Und dann noch das Getümmel auf den engen Gehsteigen – jeder wollte gerne im Schatten laufen. Wir sind um den Hauptplatz herumgegangen und haben uns dabei die kolonialen Gebäude angesehen, für die diese Stadt sehr bekannt ist. Mehrere Male sind wir beim stehenbleiben angsprochen worden: Heute abend sei ein großes Mayafest, das müssten wir unbedingt ansehen. Das klappt leider nicht, denn wir müssen wieder zurück nach Valladolid. Ein empfohlener Mayamarkt war eher eine Enttäuschung. Aber einige Gebäude waren wirklich sehr schön restauriert: Und wenn man in den Innenhof reingehen durfte, dann hat sich das meistens gelohnt.

Zurück in Valladolid waren wir im gleichen Restaurant wie gestern: Und es war wieder sehr lecker! Sönkes Essen wurde nach allen Regeln der Kunst flambiert. Übrigens trugen schon auf unserer gesamten Reise selbst in einigen Straßenküchen die Leute Haarnetze: In diesem Punkt sogar ein höherer Hygienestandard als bei uns. Mit einem Cocktail klang der Tag aus.