Aufbruch: Die Rucksäcke ins Auto und Abfahrt zum nahegelegenen Partnerhotel im Ort. Dort war erst einmal Warten angesagt, bis wir in den ersten Bus steigen durften, der uns zur kaputten Brücke mit den kleinen Fährkähnen brachte. Mit dem dicken Rucksack auf dem Rücken in so ein wackeliges Boot zu steigen und auch heile wieder raus: Ich war schon froh, dass uns das gelungen ist.
Auf der anderen Flussseite wartete bereits der große Bus. Mit etlichen Zwischenstopps (ob der Fahrer Provision bei den Raststätten bekommt?) fuhren wir erst durch die Berge und dann wieder durch das fruchte Ayeyarwady-Delta, absolut die Reiskammer des Landes. Schließlich erreichten wir am späten Nachmittag Yangon. Es ist schon bedrückend, die Armut dort geballt zu sehen. Über vermüllten Kanälen reihen sich dichtgedrängt einfachst zusammengeschusterte Verschläge. Ich will nicht wissen, wie dort insbesondere in der Regenzeit aussehen mag: Eine Brutstätte für Mücken und Krankheiten.
Der Bus setzte uns ab und per Taxi – mitten durch den Feierabendverkehr – sind wir zum Hotel gelangt. Nach kurzem Orgakram haben wir uns auf den Weg gemacht: Hunger!!!
Mandalay ist absolute Kleinstadt gegen Yangon: Höhere Hâuser, mehr Verkehr und auch spät noch ordentlich Trubel auf den Straßen. Wir sind in Chinatown untergebracht und haben daher einen Nightgrill gesucht: viele Stände bieten vielerlei verschiedene Spieße an, die dann gegrillt werden. Scharfe Kartoffeln, scharfes Schweinefleisch, Tofu, Tintenfisch, Wachteleier und Spareribs und noch was fades Undefinierbares waren unsere Wahl. Für die paar Spieße haben wir im Vergleich zu sonst viel bezahlt, sind aber nicht wirklich satt geworden, so dass wir uns an einem anderen Stand noch etwas nachgeholt haben.
Und morgen erkunden wir die Stadt – also jetzt flott in die Heia.