25. Tag – Strandtag mit Höhepunkten


Als wir heute morgen am Frühstücksbuffet standen, sprach uns ein deutsches Pärchen an, ob wir am Nordstrand das Floß gesehen hätten. Wir verneinten und so kam es, dass wir nach dem Frühstück gen Norden gelaufen sind.

Und dort lag das bunt geschmückte Floß mit einer kleinen Buddha-Statue drauf. Und ein Haufen Leute drumherum! Die uns sofort dazugebeten haben: Wie das andere deutsche Pärchen, die auch schon da waren, wurden wir mit Stühlen, Tee und Naschereien versorgt. Aber erst einmal bewunderten wir natürlich das Floß: Dieses sollte um 9 Uhr (zum Hochwasser) wieder ins Meer geschleppt werden. Dann wird das Seil gekappt und dort, wo das Floß wieder anlandet, müssen die Besitzer der Landestelle alle anderen verköstigen. Daher war gestern abend beim Anschwemmen des Floßes erst etwas Verwirrung gewesen und dann zimlich schnell eine ordentliche Party im Gange – aber davon hatten wir ja nichts mitbekommen.

Es wurden ganz viele Fotos gemacht: Eine Familie hat sich zum Familienfoto aufgestellt – echt wie anno dazumal mit bierernsten Gesichtern. Und dann war es Zeit: DasFloß war frisch geschmückt mit Blumen, Naschereien und diversen Opfergaben. Ein kräftiger Mann wie Sönke wurde nicht verschmäht zum Anpacken und mit vereinten Kräften das Floß ins Wasser befördert. Ein Boot nahm es an den Haken und zog es hinaus aufs Meer. Ich schätze, dass sie es dieses Mal ein ganz ordentliches Stück weggeschleppt haben, nachdem es schon drei Mal just an dieser Stelle angelandet war.

Danach verliefen sich die Leute, wir aber blieben im Schatten des Sonnenschirmes und haben uns noch sehr nett und interessant mit unseren Tippgebern unterhalten und Reiseerfahrungen ausgetauscht.

Um die Mittagszeit sind wir aber wieder zurück ins Hotel, denn wir hatten noch eine Tour vor: Unsere Moppedfahrer von gestern haben uns eingesammelt – verflixt, kein Auto, also bin ich zurückgeflitzt und haben meinen Rock mit meiner kambodschanischen Bindehose ausgetauscht. Denn wie die Ladies hier im Damensitz aufs Mopped, das traue ich mich nicht. Die Jungs haben uns zur Bootslandestelle gebracht. Ähm, ja, also ich hatte ein etwas anderes Boot erwartet, aber eigentlich hätte ich es mir auch denken können. Ein ganz einfacher, stinknormaler kleiner Fischerkutter.
Nein, keine Möglichkeit, mir die eigentlich geplanten Badeklamotten anzuziehen, ohne den Jungs vom Kutter eine Show zu bieten. Und so habe ich mir lediglich, als wir dann draußen an der Schnorchelstelle anlangten, Hut und Bluse ausgezogen und mich per Köpper in die Fluten gestürzt. Sönke meinte nachher, damit hätte ich mir Bewunderung eingehandelt: Hab ich ja nicht mitbekommen, weil ich im Wasser war … Und als erstes eine Wasserschlange sah – gestreift. Aber ich wurde beruhigt – ungefährlich. Na gut, glauben wir das mal.

Hier vor der Küste gibt es ein paar kleinere Korallenbänke: Ja, es gibt sicherlich tollere Schnorchel- bzw. Tauchspots, aber es war doch schön. Neben schönen Korallen haben wir auch einiges an bunten Fischen, größere und kleinere, gesehen. Ich habe es sehr genossen, mich treiben zu lassen und das Geschehen unter Wasser zu beobachten, ein Stückchen weiterzupaddeln, mal hinabzutauchen.

Nun, irgendwann war genug und wir haben es tatsächlich geschafft wieder ins Boot hineinzuklettern, ohne es zum Kentern zu bringen – fragt mal Sönke, gar nicht so einfach …

Der Kutter tuckerte noch zu einer anderen Stelle, die wir auch noch erkundet haben, aber die war nicht so schön. Danach wurden wir am Strand einer Insel abgesetzt und haben uns etwas ausgeruht. Und ich habe mit weniger Publikum Sönkes Shorts (mein Badehosenersatz, wir hatten ja keinen Bademöglichkeit auf dem Plan, ich also wegen leichten Rucksacks auch nichts Überflüssiges dabei) angezogen und Kevins Pulli mit meinem nassen Shirt ausgetauscht – muss lustig ausgesehen haben diese elegante, passgenaue Garnitur. Nachdem Kevin und ich aber doch so einen leicht rötlichen Schimmer auf unserer Haut bemerkten, haben wir uns wieder einsammeln lassen und sind zurückgebracht worden. Das hat Spaß gemacht – und Appetit aufs Abendessen.25