21 – Abschied von Japan

Ein letztes Highlight haben wir noch, bevor wir die Rückreise antreten: Wir haben doch noch Karten für ein Sumo-Turnier bekommen.

Die Rucksäcke haben wir flugfertig gepackt, haben aufgesattelt und sind mit ein paar Mal umsteigen am richtigen Bahnhof gelandet. Dort haben wir das große Gepäck wieder in einen Locker gepackt und sind zur Halle gelaufen. Fresswägen standen vor der Halle, viele haben sich aber ihre Verpflegung selbst mitgebracht. Die Halle war auch schon gut gefüllt und gerade war der Programmpunkt „Kinder-Sumo“ im Gange.

Kleine Kinder dürfen gegen die großen Stars antreten: Natürlich gewinnen immer die Kinder, aber es ist eine Riesengaudi! Wir saßen oben auf den Rängen, aber unten rund um den Sumoring sind Kissen und ganze Familien sitzen da und machen Picknick. Silja hat uns von draußen Bento-Boxen geholt und so hatten auch wir etwas zu futtern.

Dann ging es weiter mit einem Turnier wohl der unteren Liga. Voll spannend, den Kolossen zuzusehen: Die sind trotz ihres Gewichts oft sehr beweglich und echt schnell. Beeindruckend! Angesagt werden die Kämpfer jeweils übrigens von einem Sänger. Die Regeln sind einfach: Wer mit einem Körperteil außerhalb des Rings gerät oder im Ring nach dem Start mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt, hat verloren. Das Startsignal geben sich die Kontrahenten selbst: Wenn beide mit den Fäusten auf dem Boden sind, geht es los. Natürlich gibt es vorher immer etwas Geschacher um den richtigen Zeitpunkt.

Nachdem dieses Turnier durch war, wurde gezeigt, wie einem Kämpfer die traditionelle Frisur gemacht wurde. Anschließend hat es einen Spaßkampf gegeben, bei dem sich zwei Kämpfer immer wieder veräppelt haben.

Danach sind Sumotori einmarschiert und haben etwas gesungen: Warum, wieso, weshalb – keine Ahnung.

Und dann hat es nochmals einen Einmarsch gegeben, bei dem die Sumotori kleine Kinder auf dem Arm tragen: Das soll wohl Glück und Stärke bringen – aber die Lütten fanden das meistens nicht so prickelnd.

Letzte Runde waren die Stars, die mit viel Beingestampfe beeindruckten und Salz in den Ring warfen, um ihn von bösen Geistern zu reinigen. Die Kampfrichter hatten dieses Mal sehr prächtige Gewänder an. Und es gab neben dem Ringrichter noch drei weitere Kampfrichter, die bei strittigen Entscheidungen das endgültige Urteil gefällt haben.

Alles in allem eine sehr kurzweilige Veranstaltung: Ein würdiger Abschluss unserer Reise!

Von Silja haben wir uns verabschiedet und sitzen nun am Flughafen. Mata ne Japan!

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