Fast pünktlich um 10 Uhr waren alle im Bus versammelt und es ging los. Während wir durch die Stadt fuhren, bekamen wir fast im Sekundentakt Infos zu den Gebäuden links und rechts der Straßen. Am Kreml vorbei (der ist erst morgen dran) erreichten wir die Christ-Erlöser-Kathedrale.
Von unserer Reiseführerin hatten wir kleine Empfänger und Kopfhörer erhalten, so das wir auch im Laufen von ihr mit Geschichten und Informationen versorgt werden konnten. In der Kathedrale war gerade ein Gottesdienst, so dass wir nur ganz vorsichtig durch das Gotteshaus gingen, um nicht zu stören. Absolut prächtig und mit viel Gold ausgestattet war die Hauptkirche. Der Gottesdienst wird im Stehen abgehalten – 2 Stunden lang. Man konnte noch in eine untere Kirche: Diese war viel ruhiger und mit vielen Ikonen ausgestattet.
Ein Frauenkloster (Neujungfrauenkloster) war die nächste Station: Unliebsame (Ehe-)Frauen sind dort gerne mal freundlich „verstaut“ worden. Leider sind wir da nicht rein und wir haben es nur von außen betrachtet. In dem Park gab es noch eine von Barbara Bush gestiftete Entenfamilie: Beliebtes Fotomotiv bei Groß und Klein.
Weiter ging es zum Sperlingsberg: Von dort aus hat man eine tolle Sicht über die Stadt. Direkt bei dem Aussichtspunkt gelegen ist die Lomonossow-Universität. Ein riesiges Gebäude im Zuckerbäckerstil. Es gibt davon noch einige mehr Gebäude in diesem Stil: Meistens sind darin Ministerien untergebracht, manchmal auch Wohnungen für höhere Staatsbedienstete, Schauspieler oder Politiker.
In so einem Gebäude in der Stadt befand sich das Restaurant, in dem wir zu Mittag gegessen haben. Ich bin mir sicher, dass die Küche sonst an sich bestimmt besser ist: Richtig dolle war das nicht, eher Busmassenabfertigung.
Danach sind wir zum WDNCh-Ausstellungsgelände, der einstigen Volkswirtschaftsausstellung: Dort sind einige monumentale Bauten aus den verschiedenen ehemaligen Sowjetrepubliken, Springbrunnen und Ausstellungen zu sowjetischen Raumfahrt zu besichtigen. Wir fanden das echt nett dort – zumal es ein echtes Sonntagsausflugsziel der Moskauer ist. Daher haben wir uns von der Gruppe abgemeldet und sind noch etwas länger dort geblieben.
Mit einer Magnetschwebebahn und dann der Metro sind wir wieder ins Stadtinnere zurück. Um zur U-Bahn zu gelangen sind wir mit einer ewig langen Rolltreppe nach unten gefahren: Das war bestimmt die längste Rolltreppe, die ich gefahren bin. Echt irre das Teil!
Noch ein paar Schritte und wir sind am Denkmal für Zar Peter dem Großen angelangt: Eine Notlösung. Denn eigentlich wollte der Bildhauer sein Werk irgendwo zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas aufstellen: Leider fand er keinen Platz dafür. Also wurde der Kopf von Kolumbus mit dem Kopf des Zaren ausgetauscht. Und so steht Peter der Große im Konquistadoren-Outfit auf einer spanischen Galeere gegenüber des Kremls und der Erlöserkirche.
Auf dem Weg zur Metro sind wir über eine große Brücke gelaufen: Von dort hatten wir einen grandiosen Blick auf den Kreml in der Abendsonne.
Den Abend haben wir in einer tschechischen Kneipe beschlossen – lecker Gulasch und Bier.









Tolle Bilder und offenbar die besten Eindrücke außerhalb der Gruppe
Und wer zum Geier ist schon Columbus und dieses Amerika?
Hallo ihr Weltenbummler, wir verfolgen eure „russische“ Reise mit viel Spannung und wünschen euch alles Gute dabei.
O&O