18. Tag – Wieder in Taipeh

Es regnet. Aber das ist uns egal, denn wir haben unsere letzte Reisestrecke vor uns: Von Hualien zurück nach Taipeh. Um die Mittagszeit hatte uns die Großstadt wieder. Glücklicherweise konnten wir unsere Zimmer gleich beziehen und sind nach kurzer Beratschlagung losgezogen.

Mit der Metro sind wir schnell bei einem Miniaturmuseum angelangt. Liebevoll sind kleine Häuser oder Räume eingerichtet mit vielen Details, die man entdecken konnte: Gemütliche Salons mit Kronleuchtern, Küchen mit alten Herden, Schlafzimmer mit Ankleideecken. Eine ganze Straße war nachgebildet mit Fleischerei, Bäckerei und Süßwaren, Kleidergeschäft mit Modepuppen. Ein paar der Figuren waren nur aus Papier gefertigt – das habe ich noch nie gesehen. Sehr hübsch waren auch japanische Miniaturen. So ein charmantes Museum! Sönke plauderte mit einem älteren jüdisch-amerikanischen Paar, die zwei Monate schon in Taiwan unterwegs sind: Sie wollten gar nicht wieder zurück in ihr Land mit paranoiden Corona-Panikern und Rassisten. Das kann ich gut nachempfinden und will gar nicht wissen, wie hysterisch es bereits in Deutschland ist. Zurück zu den Miniaturen: Kirsten hat dort etwas en miniature erstanden: Baozi …

Anschließend sind wir in einen der ältesten Teeläden Taipehs rübergefahren. Was ein wunderbarer Duft, der uns am Eingang empfing! Ein junger Mann hat uns die großen Teetonnen geöffnet und uns schnuppern lassen. Dabei hat er uns die Teesorten und Qualitäten erklärt. Nachdem wir uns entschieden hatten, wurde der Tee abgemessen und vakuumiert. Mit Empfehlungen, wie der Tee aufzugießen ist (20-30 Sekunden, dann 10-15 Sekunden, dann wieder 20-30 und dann immer länger pro Aufguss).

Langsam wurde es Zeit, etwas zu essen: Im Reiseführer war eine Straße vermerkt, in der man kulinarische Erfahrungen machen könne. Hörte sich so mal gut an: Aber wenn Gucci & Co. in dieser Straße vorherrschen, kann man sich denken, in was für Preisklassen diese Restaurants sind. Wir haben uns dort nicht wirklich wohlgefühlt. Also haben wir den Reiseführer nochmals durchforstet und etwas anderes gefunden: Sönke sagte, das wäre eher seine Welt und Kirsten meinte gleichzeitig, das fühle sich vertrauter an. Und beide hatten so Recht! Die gebratenen Nudeln und der gebratene Reis passten wunderbar zum taiwanischen Dosenbier…

2 Kommentare zu „18. Tag – Wieder in Taipeh“

    1. Hallo Denzlingen,

      ja, ich weiß bereits Bescheid: Ich hoffe, dass sie verschoben wird, sonst wäre es ein fetter Verlust. Wenn es verschoben werden sollte, dann kann ich dem tatsächlich noch etwas Positives abgewinnen.

      Wir sind über die Situation in Deutschland und Taiwan und speziell über die Didacta laufend informiert. Am Besten sollten wir in Taiwan bleiben …

      Liebe Grüße und ein fettes Drückerle, Elke

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