Ganz gemütlich haben wir den Tag angehen lassen und sind nach dem Frühstück auf den Markt, der fast gegenüber unseres Hotels liegt. Man merkt, dass hier einige Reisende unterwegs sind: zwischen den üblichen Ständen mit Obst, Gemüse, Töpfen, Pfannen und Stoffen fanden sich auch so einige Souvenirstände – nicht so unser Geschmack… Ich hatte mangels Hosen (die sind alle zur Wäsche) meinen neuen Longyi an – weil der komische Myanmar-Knoten nicht hält, nach eigener Technik gebunden. Das ging aber nach Ansicht eines Marktsbeschickers gar nicht: muss ein lustiges Bild abgegeben haben (vor allem für die Mädels rundrum), wie ich mitten auf dem Markt eine Nachhilfestunde „wie wickelt sich ein Mann seinen Rock richtig um den Bauch?“ erhalten habe! Als alle zufrieden mit meinem Knoten waren, durften wir dann weiter ziehen – und: er hält tatsächlich!!
Wir haben ein paar frittierte Leckereien genascht, und Elke hat sich einen schönen Stoff gekauft und gleich einen Stand weiter zum Rock gemäß ihrer Vorstellungen nähen lassen – super!
Wir sind dann noch ein wenig durch Nyaungshwe gedietschert und mehr zufällig an einem Kanal gelandet, wo die Boote kreuz und quer durcheinander lagen. Bestimmt nicht einfach, wenn hier einer sich durch das Gewühl stochern muss… Hier waren keine Touristen mehr und alles sehr viel ursprünglicher als in den Hauptstraßen – richtig nett! Am Ende sprach uns ein Bootsmann an: wir haben dann gleich eine Tagestour für morgen vereinbart.
Nach einer kleinen Siesta (meine „Südländerin“ meinte, es sei so heiß, da müsse man eine Mittagspause einlegen…) haben wir dann Fahrräder ausgeliehen und sind ein paar Kilometer zu einem Weingut gefahren – initiiert wohl vor ein paar Jahren von einem Franzosen, gemanaged nun aber von den hier Ansässigen – und haben dort eine kurze Führung und eine kleine Weinprobe (Sauvignon blanc, Muscat, Shiraz und Mucat Spätlese) genossen. Der Rote war nicht so dolle, aber der Muscat passabel und vor allem der Sauvignon war richtig gut! Wir haben dort noch gut gegessen (mit einer Flasche Sauvignon blanc natürlich) und haben den Sonnenuntergang genossen: wo sonst in der Welt hat man auf einen Blick Papaya-Bäume, Rebstöcke und Zuckerrohr?
Leicht beschwingt ob des guten Tropfens sind wir dann in der Dämmerung wieder mit unseren Drahteseln nach Nyaungshwe geradelt. Kevin war von seiner Tom-Yum-Suppe nicht richtig satt geworden und so hat er sich in unserem Restaurant von gestern noch ein Curry gegönnt. Wir hatten vorab zum Probieren eine lokale Variante von Kartoffelsalat – lecker mit Zwiebeln, Knoblauch, Gurke und Minzblättern – das können wir zuhause bestimmt mal nachkochen! Ach ja: geplant ist ein Kochkurs in den nächsten Tagen… Wir werden berichten.
P.S.: Internet ist hier in Nyaungshwe eine Katastrophe – Berichte und Bilder kommen nun unregelmäßig! Stay tuned!!!






noch mal ich: Bin immer wieder begeistert, wie viel man bei euch über die Menschen und das Leben dort erfährt. Danke dafür !(Tempel kann man schließlich auch googeln …).