Nach einem späteren und gemütlicheren Frühstück als am Vortage haben wir unsere Rucksäcke wieder mit Wasser und der Kamera bestückt und haben uns auf den Weg gemacht. Einmal die Bordeira-Seite innen lang. Die Bordeira ist quasi der Kraterrand des urprünglichen Vulkans (war ca. 3500 m hoch): Aber es ist nur noch die Hälfte davon übrig, weil die andere Hälfte ins Meer abgerutscht ist und einen Tsunami verursacht hat.
Auf der Nordseite außen an der Bordeira geben die Wolken wieder steigungsbedingt Feuchtgkeit ab, daher ist es dort recht grün – aber das soll wieder eine andere Geschichte an einem anderen Tag geben.
Aber die Innenseite profitiert auch davon, weil ein wenig der kondensierten Feuchtigkeit über die Steilwände nach innen läuft und in Zisternen aufgefangen wird. Daher wird am Fuße der inneren Bordeira viel Ackerbau betrieben. Wir haben wieder so einige Pflanzen entdeckt, von denen wir noch nicht so recht wissen, was das ist. Immer wieder haben wir Leute bei der Arbeit getroffen, die sich richtig gefreut haben, dass wir ein Foto von ihnen gemacht haben.
Rechts der Blick auf die Steilwände der Bordeira, in der wir auch Basalt entdeckt haben, links die gewaltigen Lavafelder mit dem Pico de Fogo und später auch dem Pico Pequeno im Hintergrund mussten wir dann über ein Lappilifeld, um wieder zur Fahrstraße zu gelangen. Die Hitze flimmerte darüber. Es war schön anzusehen wegen der verschiedenen Färbungen, allerdings hat es uns auch reichlich heiße Brisen ins Gesicht geweht.
Wir waren recht zufrieden, wieder auf der gepflasterten Straße angelangt zu sein, ohne uns bei der Bruthitze verlaufen zu haben. Aber auf der recht grob mit Vulkansteinen belegten Straße ist das Gehen auch kein besonderes Vergnügen.
Durch die starke Wärme allerdings entsteht ein ganz angenehmes Phänomen: Die heiße Luft steigt auf und es wird kühle Meeresluft angesogen – und es gibt mächtig Wind (so einen Wind, den Sönke auch als Wind bezeichnet und ich meinen Hut trotz Band festhalten muss).
Wieder zurück im Ort, waren wir noch bei der Weinkooperative, aber das war nicht besonders spannend. Und dann haben wir ein Restaurant aufgesucht, bei dem es Internet gibt – das werden wir nachher versuchen, wenn der, der sich damit auskennt, wieder da ist. Auch wenn das klappt, gibt es den darauffolgenden Bericht erst am Montag, wenn wir in Mosteiros sind.
















