14. Tag – Schlechter Tag für Kalorien


Eigentlich wollten wir heute eine Bahnfahrt durch de Zuckerplantagen machen, aber an der Bahnstation gab es keine Tickets für heute: Zug fällt aus. Alles klar, wissen wir schon was morgen auf dem Programm steht.

Auf dem Weg zum Bahnhof waren wir an einem umgebauten LKW vorbeigelaufen, der eine Tour in die Berg angeboten hat. Spontan haben wir beschlossen, dann halt diese Tour mitzumachen. Gesagt, getan: Ticket gekauft und rauf auf den LKW und den Hut festgebunden. Und los ging die Tour: Herrlich, der Fahrtwind. Dann ging es in die Berge: Erster Stopp ein Mirador – ein Aussichtspunkt, der seinen Namen verdient hat. Weiter zu einer Kurklinik: Und die hieß wirklich so. Allerdings ist dieses Gesundheitszentrum reichlich in die Jahre gekommen. Zwei weitere kleinere Stopps hat es an einem Stand mit lokalen Spezialitäten gegeben und an einem kleinen Kaffeemuseum. So weit so gut das Vorgeplänkel.

Bei der weiteren Strecke musste der LKW schon seine ganze Kraft ausspielen – es ging steil rauf und herunter. Und dann waren wir dran: Eine knappe Stunde steigen wir eine Schlucht hinab. Die Knie waren ganz ordentlich am Schlackern und Gedanken an den Aufstieg wagte man gar nicht zu fassen. Unten angekommen haben wir einen Wasserfall (Salto de Caburní) und eine große ausgewaschene Rinne bewundert, durch die das Wasser toste. Noch ein Stückchen weiter unten stürzte das Wasser in ein natürliches Becken – Badezeit, für die, die wollten. Wir hatten aber gar kein Badezeug dabei und haben daher in aller Ruhe den Rückweg angetreten.

Schritt für Schritt kämpften wir uns nach oben und Sönkes T-Shirt hatte seine Wasseraufnahmekapazität komplett erreicht. Aber irgendwann waren wir wieder oben: Unser Workout für den Tag haben wir übererfüllt!

Als alle wieder eingetrudelt waren, wurden wir zu einem Restaurant gebracht: Lunchtime. Wir saßen an unsere Ende des Tisches mit Dänen, Argentiniern, einer Niederländerin und einem Belgier zusammen und ein Pärchen aus der Schweiz saß auch noch in „Schnackweite“: Es war eine kunterbunte Mischung und Worte in vielen Sprachen flogen über den Tisch – Lustiges und Interessantes wurde ausgetauscht.

Zurück in der Stadt haben wir kurz Internet gecheckt, aber die Verbindung war einmal mehr lausig. Ein wenig sind wir noch durch die Gassen und haben uns in ein Beatles-Café gesetzt. Jaha, Sönke kennt alle Texte … Eigentlich hatten wir Drinks ohne Eis bestellt, aber in meinem hatten sie doch noch einen Eiswürfel versteckt – ich habe ihn nicht fertig getrunken. Aber dieses Mal scheine ich Glück gehabt zu haben – noch geht es mir gut.

Wir haben den Tag mit Spaghetti mit Shrimps und einem Glas Rotwein (ein chilenischer – unser erster in Kuba) ausklingen lassen.