Tag 25 – Hoch hinaus

Dali liegt rund 2000m hoch, das hatte ich ja schon geschrieben. Und von Dali aus geht eine Seilbahn in die Berge: In 25 Minuten geht es auf 3700m. Die anderen Drei waren noch nie so weit oben gewesen (ich habe in den Alpen schon einen Viertausender geschafft) – und so eine bequeme Möglichkeit hat man nicht alle Tage. Allerdings war das Wetter ganz und gar nicht optimal, zu bewölkt.

Mit einem Minibus, in dem schon zwei Taiwanesinnen saßen, sind wir zur Talstation gefahren worden. Sehr komfortabel sind wir dann nach oben gegondelt. Zwischen Nadelbäumen wuchsen unglaublich viele Rhododendren – das muss irre aussehen, wenn die blühen!! Oben angekommen, konnte man über Stege und Treppen noch ein 200m höher steigen. Da haben selbst die Jungs gemerkt, dass die Luft dünner ist. Mit den Nebelfetzen hat es aber immer wieder dramatische Ausblicke gegeben, so dass ich fototechnisch durchaus auf meine Kosten gekommen bin.

Nach einer Weile sind wir wieder zur Station zurück: Ich hatte es schon fast befürchtet (ist nun nicht das erste Mal für mich …), die Höhenkrankeit hat mich erwischt. Mit Schwindel und Durchblutungsstörungen habe ich die Station erreicht und war froh, als es wieder talwärts ging. Unten angelangt, ging es mir auch sofort wieder gut.

Eigentlich wollten wir noch mit einer anderen Bahn fahren und einen Wanderweg ablaufen, aber es war schon zu spät. Also sind wir zurück ins Hostel. Wir haben uns ganz lange mit einer 65jährigen Australierin unterhalten – das war richtig nett.

Und unsere Jungs sind medizinisch versorgt worden: Kevin hat auf irgendwas allergisch reagiert und war über und über mit Pusteln übersät: Eine Antiallergie-Tablette und der gute Tipp der Australierin kalt zu duschen, hat superschnell geholfen – am nächsten Morgen hat man nichts mehr gesehen. Und Jesko hat eine Stelle im Mund, die er mit Salzlösung ausgespült hat. Leider hat es nicht so gewirkt, wie erhofft.

Dieses Mal haben wir im Hostel mit der ganzen Crew gegessen: Haben die was aufgetischt!! Würzige Pilze und scharfe, kalte Nudeln haben uns am besten geschmeckt.
Ich finde das einfach supertoll, dass ganz viele verschiedene Sachen auf dem Tisch stehen und man sich das eine oder andere in sein Reisschälchen packt und sich so durch alles durchprobieren kann. Wir waren echt genudelt – äh, ge-reist??