Tag 13 – Chinesisches Fondue

Reisetag. Wir haben unsere Backpacks gepackt und haben uns von Silja, Felix, Ute und Oli verabschiedet. Mit dem Taxi sind Jesko, Sönke und ich zum Flughafen gefahren und in den Flieger nach Guilin gestiegen. Es geht also immer weiter Richtung Süden. Schon beim Anflug auf Guilin haben wir gemerkt, dass uns eine komplett andere Landschaft und Infrastruktur erwartet.

In Guilin haben wir auf Kevin gewartet: Der musste Sitzfleisch beweisen und die Flugstrecke Hamburg – Frankfurt – Beijing – Guilin bewältigen. Mit einer Stunde Verspätung kam er an und nun habe ich meine drei Männer um mich.
Mit dem Bus und Taxi haben wir den Transport zum Hostel erledigt und sind dann gleich weitergezogen in die Stadt. Geld holen, Sonnencreme (nein Sönke, die darf man auf Flügen nicht im Handgepäck haben …) und Kameraspeicherkarte kaufen. Jesko hat zäh gehandelt und ich habe nun eine 16 Giga-Karte für einen Superpreis bekommen: Meiner Bilderwut steht nun nichts mehr im Wege!
Danach führte Jesko uns in ein Restaurant: Boah, was bin ich satt da rausgekommen! In den Tisch ist eine Heizplatte eingelassen, auf den ein Topf mit zwei Abteilungen gestellt wird. Die eine Hälfte ist mit einer würzigen, die andere mit einer scharfen Brühe gefüllt.
Dann bestellt man verschiedene Sachen dazu: Tofu-Würfel, Sprossen, Pilze, Wachteleier, Salat, Fleisch und Lotuswurzel. Die werden Stück für Stück in die Brühe geworfen und man fischt sie dann mit den Stäbchen wieder raus. Also ähnlich wie Fondue bei uns. Die scharfe Brühe war wirklich richtig, richtig scharf: Meine Taktik war, ein Stückchen Scharfes, langsam brennen lassen, dann Reis hinterher und wieder was aus dem anderen Topf. Die Eier hätte ich gut und gerne alleine futtern können – aber die anderen Sachen waren auch so furchtbar lecker!
Danach sind wir noch durch die nächtlich (neonbeleuchtete – die Chinesen lieben das) Stadt getingelt und ich habe ein hübsches Mitbringsel für Julia gefunden.

Zurück im Hostel haben Sönke und ich uns von den Youngsters getrennt, haben eine kleine Runde gedreht, uns noch ein Bier geholt und dann ans nächtliche Ufer des Li gesetzt. Es war angenehm warm, ein leichter Wind wehte, Boote schipperten (unbeleuchtet) durchs Wasser, auf der anderen Seite des Ufers war Partymeile mit nächtlichem Baden angesagt, die Fledermäuse haben uns die Mücken vom Leib gehalten – Urlaub!!!!!
Morgen ist die Verschnaufpause aber vorbei und wir wollen in die Reisterrassen – da freue ich mich richtig drauf.