Tag 12 – Honigsüß

In unserer Unterkunft gibt es kein Frühstück, also haben wir uns eine andere Frühstücksgelegenheit suchen müssen. In dem kleinen Lokal hat uns die Besitzerin einzeln einen Segen gegeben: Auch wenn ich selbst nicht der allergläubigste Mensch bin – schaden kann das ja nicht und ist auf alle Fälle sehr lieb gemeint. Und gefrühstückt haben wir dort sehr gut.

Kevin ist dann wieder zurück, weil er seinen Spanischkurs absolvieren wollte. Sönke und ich hatten uns den Markt vorgenommen, der dienstags immer besonders schön sein sollte. Aber das war ein echter Flop – tote Hose. Also haben wir beschlossen, zum Fluß zu laufen, der an Boquete vorbei fließt. Es ist wunderschön, an den Gärten vorbei zu spazieren, weil das Klima eine enorme Artenvielfalt an Pflanzen und Blüten hervorbringt. Und selbst in einem ungepflegten Stückchen Land blühte einfach eine Amaryllis.

Wir sind dann wieder zurück und haben etwas Siesta gemacht. Für den Nachmittag hatten wir uns eine Bienen- und Schmetterlingstour gebucht. Und die war echt toll: Wir haben so viel über Bienen mit und ohne Stachel gelernt, wie es in einem Bienenstaat zugeht und noch viel mehr. Und anschließend waren wir noch in einem „Schmetterlingsgehege“: Dort werden Schmetterlinge aufgezogen und ausgewildert, um die Artenvielfalt zu erhalten – auch im Zeichen des Klimawandels.

Und dann durften wir über 20 Honigsorten verkosten: Das war sehr spannend. Natürliche Honigsorten versus „parfumierten“ Honig: Honig mit Kaffee-, Schokoladen-, Ingwer- oder auch Chiligeschmack, das hat schon was!

Wie wohl jeden Nachmittag fing es an zu nieseln: Kevin ist zurück, weil er noch etwas erledigen wollte, Sönke und ich haben noch ein Ründchen gedreht. Und dann hatten wir noch ein sehr leckeres Geburtstagsessen.