Gemüüüütliches Frühstück, noch ein bissel Stöbern im Reiseführer, dann Weichei-Aluguer nach Vila das Pombas und noch ein Weichei-Aluguer wieder ins Paul-Tal.
Zu den Aluguers: Klar, Sammeltaxi. Meistens sind das Toyota-Busse oder Pick-ups mit zwei Sitzbänken hinten drauf. Entweder mietet man sie sich als Taxi (10facher Preis) oder man wartet halt, bis genügend Leute zusammenkommen, so dass es sich für denFahrer lohnt, die Tour zu machen. Man wundert sich wirklich manchmal, woher die Leute kommen, aber irgendwie sind sie meistens voll. Und wenn nicht, dann werden unterwegs die Leute aufgelesen (praktisch: wir haben unterwegs ja auch schon welche angehalten). Oder es werden Transporte gemacht: Die Brötchen von Ribeira Grande nach Sinagoga, die Eier von Vila da Pombas ins Paul-Tal, … Hinauf ins Tal hatten wir ein Pritschen-Aluguer: Das macht irgendwie voll Laune, da mit zu fahren.
Ziel war eine Grogue-Brennerei eines Österreichers, die wir am Vortage im Eifer des Wandergefechts glatt links liegen gelassen hatten.
Er hat uns viel über seine Projekte erzählt: Eines seiner Hauptanliegen ist eine nachhaltige Nutzung und umfassende Bewirtschaftung. So verwendet er das ausgepresste Zuckerrohr nicht wie die anderen als Brennmaterial zum Destillieren, sondern verfüttert es an seine Tiere, aus deren Dung er wiederum Biogas und organischen Dünger herstellt. Das Biogas wiederum lässt sich konstanter verbrennen und die Destille damit kontrollierbarer ablaufen. Darüber hat er viele visionäre Projekte laufen: Es war absolut interessant und anregend, sich mit ihm zu „verplaudern“. Wer mehr darüber lesen möchte, kann das unter www.grogue.de tun.
Nach einem kleinen Imbiss haben wir uns wieder ein Aluguer geschnappt (nein, wir hatten nicht zu viel von dem Grogue probiert!) und sind wieder an die Küste gefahren: Und weil wir nicht komplett verweicheiert sind, sind wir die neun Kilometerchen die Küstenstraße zur Pension gelaufen. Nach wie vor imposant, wie die Wellen hereinbrechen: So stark, dass die Fischer heute nicht rausfahren konnten.
Auch interessant die Felsformationen: Gerne hätten wir unsere Fachfrau für vulkanische Angelegenheiten (Gruß an Christel!) aus dem Rucksack gepackt, damit sie uns mehr darüber erzählt …



Seid gegrüßt ihr großen Wanderer! Ich komm gerne nach um mich mit Euch an den vulkanischen Ablagerungen zu erfreuen …
Und nun kommt erst Fogo: Ich freue mich riesig drauf! Sitzen schon am Flughafen – er wurde quasi für uns aufgeschlossen, so früh ist es …