5. Tag – Ankunft in Viñales


Nach einer anstrengenden Nacht schnell ein paar Medikamente eingeworfen – und schon hat uns unser Sammeltaxi abgeholt. Am Stadtrand wurden die Fuhren neu verteilt, alle auf die uralten Ami-Schlitten aus den 50er Jahren. Die auf Hochglanz polierten Exemplare fahren für teures Geld Touristen durch Havanna, die nicht mehr ganz so tollen fahren halt als Taxis.

Die Autobahn war gut in Schuss, hier sind allerdings auch Radfahrer, Fußgänger, Pferde- und Ochsenkarren unterwegs, gern auch mal entgegen der Fahrtrichtung. Aber mit viel Hupen klappt hier alles gut. Entlang der Autobahn haben wir viel Landwirtschaft gesehen: Zuckerrohr, Tabak, Bananen, Kartoffeln, Gemüse. Elke hat aber fast durchgehend geschlafen. Nach ca. 3 Stunden Fahrt sind wir dann in Viñales angekommen und zu unserer Pension gefahren worden. Ein wirklich sehr schönes Zimmer mit Terasse und Ausblick auf die tolle Landschaft – Karsthügel (Mogotes genannt), ein bisschen ähnlich wie in Yangshuo in China.
Elke hat sich sofort ins Bett gelegt um sich zu erholen, ich habe nur einen kurzen Gang durch die Gemeinde gemacht – ein typisches Touristenörtchen mit vielen Pensionen, Restaurants, Souvenirshops und Bars. Gleich aus dem Ort raus ist insbesondere Tabakproduktion – das werden wir uns in den nächsten Tagen bestimmt mal ansehen.
Nachdem Elke es bis zum Nachmittag nicht geschafft hat, genügend zu trinken, zunehmend dehydriert war und zudem noch Fieber bekam, sind wir dem Rat unserer Wirtin gefolgt und ins Krankenhaus gegangen. Außen eine Bruchbude, war es aber innen gut ausgestattet. In einem großen Raum hat Elke erstmal eine Infusion und Medikamente bekommen. Gleichzeitig war es auch der Aufenthaltsraum der Ärzte und während die Infusion lief und lief, haben die Ärzte und Pfleger gemeinsam die spanische Fußball-Liga verfolgt. Gäbe es bei uns nicht so, hat aber eine entspannte Atmosphäre vermittelt.
3 Stunden später mit 1,5 Liter Ringer-Lösung in den Adern ging es Elke deutlich besser, auch das Fieber war zurückgegangen. Zurück in unserer Pension hat sie dann schon Brühe und Reis gegessen, während ich mein Hühnchen genossen habe. Es geht voran…