Der Bus war ordentlich voll – kurz: Überbucht. Auch auf diesem Sektor läuft einiges unter Hand. Das hat uns die ganze Reise über begleitet: Es reicht hinten und vorne nicht, also wird der Staat ohne große Skrupel beschumst. Und die jungen Leute sehen bei den Touristen, was so alles geht und zu haben ist: Da bleibt der gepflegte Sozialismus doch leicht auf der Strecke.
Um nach Varadero zu kommen, sind wir durch Orte gefahren, bei denen kein einziges Schild draußen aushing: Unterkunft für Touristen. Heruntergekommene Ortschaften, die von der Landwirtschaft leben.
Wir haben uns überlegt, was anders war als bei unserem Urlaub im vorigen Jahr: Ja, wir haben sehr freundliche und und hilfsbereite Menschen kennen gelernt, die durchaus mal aus dem Nähkästchen geplaudert haben. Aber den wirklichen Alltag der Menschen haben wir nicht so hautnah erleben können: Wir sind lediglich über einen einzigen kleinen Markt geschlendert – woanders haben wir Märkte als absolut lebendige Zentren wahrgenommen. Oder Geschäfte: Weitestgehend Fehlanzeige. Es läuft so vieles unter der Hand – da kommt man kaum ran.
In Varadero angekommen haben wir uns mit zwei finnischen Frauen zusammengetan, um ein Collectivo nach Mantazas zu nutzen: Die eine Finnin wollte unbedingt runterhandeln und hat selbst faire Preise voll ausgeschlagen. Irgenwie hat es nach einigen Hin und Her geklappt und wir saßen zu viert im Taxi. Da ging das Geschacher weiter um ein Zimmer. Wir waren froh, dass wir als Erstes rausgelassen wurden …
Nachdem wir unser reserviertes Zimmer bezogen haben, sind wir auch gleich wieder los: Mit dem Linienbus (10 ct pro Person) sind wir ein wenig außerhalb von Mantanzas zu einer Höhle (Cuevas de Bellamar) gefahren: Ja, das hat sich wirklich nochmals gelohnt. Es gab eine riesige Säule zu sehen und viele kristalline Strukturen: Wunderschön!
Nach etwas Bangen und Hoffen, ob der letzte Bus kommt und uns in die Stadt zurückbringt, hatten wir Glück und mussten keine Wanderung antreten. Noch ein kleines Abschiedsessen: Heute ist unser letzter Abend in Kuba.
Morgen werden wir vormittags vielleicht noch eine kleine Tour machen – abends um 19:00 Uhr geht der Flieger.
Hallo ihr beiden,
wir haben alles mit viel Interesse verfolgt.
Wir wünschen euch einen guten Heimflug. Zuhause freuen wir uns auf weitere Erzählungen und natürlich auf viele schöne Bilder.
Liebe Grüße
Hallo Denzlingen – wir haben richtig viele scöne Bilder im Gepäck! Wir sitzen nun am Flughafen – in rund drei Stunden geht der Flug. Liebe Grüße!