Vor der Fährstation war eine Figur bei der Sönke ud ich spontan gedacht haben: Das ist der wahre Fischkopp! Hoffentlch können wir Euch dieses Bild bald hochladen! Heute morgen haben wir also die Fähre auf die andere Seite der Bucht von Havanna genommen – Casablanca heißt der Stadtteil. Als Erstes sind wir zu einer großen Christusstatue hochgelaufen: Von dort hatte man einen wunderbaren Blick über die Bucht auf die Altstadt.
Von dort sind wir weiter und etwas über die Hintertür ins Fortaleza de San Carlos de la Cabana: Wuchtigste Mauern und Kanonen en masse haben die Stadt vor Angreifern geschützt. Was ein enorm großes Fort. Von dort aus sind wir zum nächsten Fort (Castillo del Morro) am Eingang der Bucht gelaufen. Auch hier Kanonen, Kanonen, Kanonen. Bei einigen konnten man entziffern, dass sie aus Sevilla stammten und von 1780 – 1840 stammten.
Mit einem Bus sind wir durch den Tunnel wieder in die Stadt gelangt. Nun, mit Revolutionen haben wir eigentlich nicht viel am Hut, aber wir sind tapfer ins Museo de la Revolución gegangen. Das Gebäude war früher der Präsidentenpalast und nicht nur die Ausstellung sondern auch einige Einschusslöcher in den Palastwänden zeugten von der bewegten Vergangenheit.
Es war eine durchaus beeindruckende Sammlung über die Zeit der Revolution und der Zeit des Embargo danach: Aber gleichzeitig auch ein – sagen wir mal „verklärender“ – Blick auf Fidel Castro, Che Guevara und Co. Das zugrundeliegende Weltbild passt einfach nicht meine Denke.
Danach hatten wir uns eine Stärkung verdient: Das Restaurant in der Vereinigung der Kanaren hätten wir nie von alleine gefunden – eine Empfehlung des Reiseführers. Als Dessert haben wir uns einen Daiquiri in der Floridita, einer von Hemingways Lieblingsbars gegönnt. Was ein Trubel – aber die Livemusik war nett. Das gibt es hier fast überall, dass in Bars ab nachmittags Musik gemacht wird. Mit Havana Club in einem Cocktail kommt da schnell ins Grooven.
Leicht beschwingt sind wir eine Einkaufsstraße entlanglaufen und wieder an einen Hotspot gekommen. Man erkennt sie schon von Weiten, weil dort immer ganz viele Leute mit ihren Handys stehen. Wir haben uns eine Interzugangskarte gekauft und unser Glück versucht. Sönkes Handy wollte nicht, ich habe es dann mit dem Pad versucht: Das hat zwar geklappt, aber dafür haben wir mit dem Pad ein Akkuproblem. Wenigstens einen Satz haben wir als Beruhigung eintragen können, bevor dem Pad der Saft ausging. Aber wir schaffen das noch!
Wir sind dann rüber zm Malecón: Tagsüber ist an dem Küstenboulevard tote Hose, abends versammelt sich dort aber alle Welt. Die Wellen brechen an der Ufermauer recht heftig: Im Licht der untergehenden Sonne sah das klasse aus – und ich habe zig Wellenbilder gemacht. Es war an der Zeit, den Rückweg anzutreten, nicht ohne in Hemingways zweiter Lieblingsbar La Bodeguita einen Mojito zu schlürfen. Schon reichlich fußmüde sind wir durch die dunklen Straßen zu unserem Casa getappert – übrigens ohne ein unsicheres Gefühl.












Ich sitze hier und Ihr schlürft Havanna Club und seid da, wo es schön ist. Weiter so.