Eigentlich sind wir heute früh aus den Federn gekommen, aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis wir an unser heutiges Ziel gelangt waren. Nach dem Frühstück liefen wir über die Brücke in den Stadtteil mit dem Busbahnhof (unser Stadtteil liegt auf einer Insel im Petén Itzá).
Dort stürzten sich gleich mehrere willige Fahrer auf uns und buhlten um uns. Wir haben einen genommen und der fuhr uns als erstes wieder auf die Insel zurück und sammelte noch drei Frauen ein. Dann konnten tatsächlich los und sind ein Stück um den See herumgefahren. Dann wieder Halt: An der Stelle hätte man einen schönen Ausblick auf den See. Seufz, dann halt alle raus – Silja und ich zack vor zum See, Foto machen, fertig: Können wir endlich weiter? Nein, die drei Ladies ließen sich ordentlich Zeit („ah – muy bonito!). Super, erst um 10 Uhr rum sind wir am Biotopo Cerro Cahui, einem Naturreservat,angekommen.
Mit Wasser und Mückenmittel versorgt sind wir in den Urwald marschiert. Silja hat einen Leguan ausgemacht, der sich sonnte: Wie sie den nur gesehen hat?! Aber dann haben wir lange nichts entdecken können: Ach, wir machen trotzdem die große Runde (insgesamt 6,5 Kilometer) und nehmen die Miradores wenigstens mit. Und die Aussichten waren tatsächlich sehr schön. Aber eigentlich wollten wir Affen sehen und Tapire sollte es auch geben. Nichts – nur Termiten, die ganze Bäume abschälen und vereinzelte Schmetterlinge.
Als wir beim zweiten Aussichtspunkt saßen, da hörten wir die Brüllaffen wenigstens von Ferne. Okay, machen wir halt noch ein Foto von einer Eidechse und laufen weiter. Und dann raschelte es oben in den Bäumen. Wie angewurzelt blieben wir stehen und spähten in die Baumkronen. Fünf Brüllaffen und ein Baby zogen gemächlich durchs Geäst. Der größte der Affen bemerkte uns irgendwann, grunzte ein wenig zu uns runter und befand uns für eher langweilig und hängte sich längs gemütlich über einen Ast. Wir beobachteten sie eine Weile und liefen den Pfad eine Schleife weiter. Und da kreuzten sie unseren Weg nochmals. Das war wirklich schön, Affen einmal in freier Wildbahn zu sehen.
Sönke winkte mir, ich solle nochmals zurückkommen: Kolibri. Bis ich da war, war er schon wieder weg. Verflixt! Dann sind wir zum Eingang zurück – und da flogen nochmals zwei. Nur fotografieren, das hat da nicht geklappt.
Marsch zurück zur Hauptstraße, Colectivo angehalten und nach Flores zurück: Ein kühler Trunk in einem der Cafés am See tat wirklich gut. Ebenfalls die Dusche im Hotel – und Hunger hatten wir auch. Dafür gab es auch eine Lösung 😉 …





