Puh, war das früh! 5:00 aufstehen, 5:15 stand das bestellte Taxi zum Flughafen bereit. Koffer nach einigen Erklärungen gleich durchgecheckt nach Fogo. Die Flüge haben auch gut geklappt. Hier fliegen sie zwischen den Inseln mit Turboprops (ATR 72 und ATR 42: dieselben Flieger wie damals im Linienverkehr von Kiel, als wir sowas noch hatten…). In Praia raus aus der Maschine, einmal durchs Gebäude und wieder rein in dieselbe Maschine und ab nach Fogo. Im Anflug war der große Vulkan toll zu sehen, aber wegen Dunstes und fast blinder Fenster nicht zu fotografieren.
Wir sind mit dem Taxi nach Sao Felipe, der Inselhauptstadt von Fogo, und haben uns auf Verdacht zu unserer favorisierten Unterkunft bringen lassen: einem nun als Pension genutzten alten kolonialen Herrschaftshaus. Oben wohnten die Herrschaften, unten das Gesinde. Es waren zum Glück noch Zimmer frei. Wir wohnen standesgemäß – unten…
Dann – in bester Mittagshitze von gefühlten 40°C noch ein Gang durch die Gemeinde. In einem Museum „Casa Memorial“ wurden Gebrauchsgegenstände der letzten Jahrhunderte gesammelt. Unter anderem auch – Achtung, Bernhard: – eine uralte Wanduhr.
Wir sind dann noch ein paar Minuten am wunderschönen schwarzen Strand entlang marschiert, aber ob der Hitze dann schnell zurück ins Hotel. Kevin: auf dem Weg stand ein Riesen-Smoker-Anhänger. Hätte Dich ziemlich begeistert… Ein kleines Nickerchen hat dann die versäumten Schlafstunden wieder gut ausgeglichen.
Für morgen haben wir alles organisiert: Ein Aluguer bringt uns in die große Caldera der urzeitlichen Vulkans, dort haben wir auch eine Privatunterkunft im Hause eines Bergführers reserviert. Der Vulkan ist noch aktiv: durchschnittlich alle 20 Jahre bricht er aus – das letzte mal übrigens 1995 (also vor 19 Jahren). Das wird bestimmt spannend.
Abends haben wir noch den Sonnenuntergang über dem Meer bewundert.







