








Nach einer etwas unruhigen Nacht (ein Kind hatte Rabbatz gemacht), sind wir aus dem Bett gekrabbelt. Bitte, bitte erst einmal Kaffee. Aber das war nicht so ganz einfach, denn das vom Vermieter empfohlene Café hatte am Sonntag leider zu. Also haben wir eine Runde gedreht und dann doch noch etwas Offenes gefunden.
Gestärkt mit Kaffee und Pasteis de Nata (Puddingtörtchen) beziehungsweise einem Croissant sind wir ins Auto gehüpft. Das Wetter soll hier einigermaßen launisch sein, von daher haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind nach Westen gefahren. Dort gibt es eine Caldeira (eingestürzter Vulkankrater) zu sehen mit einem blauen und einem grünen See.
Doch bevor wir dort angekommen sind, haben wir an einem alten Aquädukt angehalten. Gebaut aus Vulkansteinen und über und über mit Pflanzen zugewachsen. Einige rote Flechten ließen den Stein wie rostiges Eisen aussehen. Ein Stückchen weiter haben wir noch ein weiteres Teilstück davon gesehen – ich fand es klasse.
Weiter sind wir über kurvige Sträßchen, die mit Steinmauern oder mit Hortensienhecken gesäumt waren. Ich habe noch nie so viele Hortensien gesehen: Und was für Kavenzmänner. Ganz verblüht waren sie noch nicht, aber so zwei, drei Wochen früher muss das eine Megapracht sein.
An einem Aussichtspunkt am Kraterrand schauten wir dann hinunter in die Caldeira mit den Seen. Hübsch sah es aus, aber die Sonne hat nicht so direkt ins Wasser geschienen, so dass man die grüne beziehungsweise blaue Färbung erkennen konnte – schade.
An diesem Aussichtspunkt ragte ein verfallenes Hotel aus den Bäumen hervor. Dieser Lost Place soll von Graffiti-Künstlern besprayt worden sein. Eigentlich finden wir das ja ganz cool, aber man hätte eine Runde klettern müssen, um hinein zu gelangen. Das haben wir denn doch nicht riskiert.
Dafür sind in den Krater hinunter gefahren zu den Seen, haben die Caldeira durchquert und sind wieder hoch an den Rand auf der anderen Seite. Von dort hatte man einen Superblick auf die wilde Westküste. An einigen Felsblöcken im Meer brachen sich große Wellen: Das liebe ich total!
Also sind wir vom Kraterrand runtergekurvt nach Mosteiros: Dort am schwarzen Strand hatte man einen phantastischen Blick auf die Felsen. Das Wasser rauschte in großen Wellen rein, brach sich mit Macht und klatschte hoch aufspritzend auf die Felsblöcke. Beeindruckend! Nein, die Speicherkarte das Kamera ist noch nicht mit Wellenbildern voll …
Schweren Herzens habe ich mich losgerissen und wir sind noch etwas durch das Fischerdörfchen gelaufen. Das war so ganz nett, aber so ganz ursprünglich ist es nicht mehr.
Der Küstenstraße sind wir gefolgt und dann nochmals von Norden her abgebogen, um wieder an den Kraterrand zu gelangen. Dieser Ausblick war fast noch schöner als von der anderen Seite. Die steil abfallenden, dicht bewachsenen Hänge, unten die Kraterseen, das sah sehr schön aus.
Mit einem kleinen Stopp an einer Mühle sind wir wieder zurück nach Ponta Delgada. Während sich Sönke wieder etwas frisch macht, bin ich hier am Schreiben: Aber das Magenknurren wird langsam lauter und wir werden gleich losziehen. Von unserem Hotelier haben wir noch Essensempfehlungen, die werden wir mal abklappern.
Wow…ihr beiden seid der Hammer! Was für Coole Bilder…
Ich glaube ihr habt mich vergessen mitzunehmen…