In aller Frühe ging es heute in Antigua los: um 4:00 Uhr hat uns der Shuttlebus vom Hotel abgeholt. Nach langer Fahrt mit 2 kurzen Pausen waren wir gegen 11:00 Uhr an der Grenze nach Honduras angekommen. Wie im Reiseführer beschrieben, beschleunigten die 2 Wörter „Solo Copán! “ die Ausreise aus Guatemala und die Einreise nach Honduras erheblich: statt diverse Zettelchen auszufüllen wie unsere Mitreisenden wurden wir in ein Hinterzimmerchen gebeten und nach Abdrücken von 6 US-Dollar bekamen wir unsere Stempel mit dem Hinweis: auf dem Rückweg könnt Ihr einfach durchlaufen. Auch gut…
In Copán haben wir unser aus Antigua vorbestelltes Hotel schnell gefunden: echt nett! Leider ist hier (wieder mal) Stromausfall (wir sitzen hier bei Kerzenlicht – qué romántico!), so dass sich dieser Bericht etwas verzögert…
Wir haben uns kurz orientiert, ein paar Honduras – Lempiras aus dem Geldautomaten gezogen und sind dann zu den Maya-Ruinen gelaufen. Dort haben wir uns einen lokalen Führer genommen, der wie er erzählte, bereits bei den Ausgrabungen mitgemacht hat. Das war eine sehr spannende Tour: 16 Könige haben nach 700 n.Chr. in Copán geherrscht und jeder hat so seine eigene Erweiterung in der Stadt vorgenommen. Wir haben den großen Platz, das Ballspielfeld, die Akropolis und viele Tempel gesehen, einige ähnlich überwuchert wie in Angkor Wat….
Besonders beeindruckend war eine riesige Treppe aus Hieroglyphen, die bislang zu ca. 25% entschlüsselt werden konnte. So weiß man heute viel über die Zeremonien, die Geschichte und das Ballspiel… Ein weiteres Highlight waren diverse Tunnel, die sich unter den Tempeln befinden: die Tempel wurden in mehreren Schichten über einander gebaut und durch die Tunnel hat man tolle Einblicke in die älteren, unteren Bauten. Immer wieder beeindruckend, was die Menschen vor über 1000 Jahren schon bauen konnten!
Im ganzen Gebiet flogen ständig Papageien herum – für uns ein exotischer Anblick und vielleicht ein Vorgeschmack auf den Dschungel in Belize? Die Vögel werden gefüttert, so dass sie sich an Menschen gewöhnt haben und wir ein paar schöne Bilder schießen konnten.
Abends haben wir dann noch auf der Plaza Central ein wenig dem Treiben zugeschaut und noch fein gegessen: Parrillada por dos. Und nun geht es ins Bettchen, wir sind nach diesem langen Tag hundemüde.


